Alltag erfassen
Stimmung, Schlaf, Energie, Stress, Symptome und persönliche Ereignisse können in kurzen Check-ins festgehalten werden.
Wichtige Veränderungen, Belastungen und hilfreiche Strategien entstehen häufig zwischen den Therapiesitzungen. Eine digitale Begleitung kann dabei helfen, diese Erfahrungen im Alltag festzuhalten, Entwicklungen früher zu erkennen und die gemeinsame Zeit in der Therapie gezielter zu nutzen.
Beobachtungen aus dem Alltag werden zu einer hilfreichen Grundlage für die Therapie.
Die digitale Brücke
Eine Therapiesitzung bildet nur einen kleinen Ausschnitt des Alltags ab. Eine digitale Begleitung hilft dabei, wichtige Situationen zeitnah zu dokumentieren – ohne dass im nächsten Termin alles aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden muss.
Stimmung, Schlaf, Energie, Stress, Symptome und persönliche Ereignisse können in kurzen Check-ins festgehalten werden.
Wiederkehrende Auslöser, Veränderungen und hilfreiche Faktoren lassen sich über mehrere Tage oder Wochen besser einordnen.
In der Sitzung können wir schneller bei den Themen einsteigen, die im Alltag tatsächlich relevant waren.
Einsatz in meiner Praxis
Dypa ist ein ergänzendes digitales Werkzeug, mit dem ausgewählte Beobachtungen, Entwicklungen und Übungen zwischen den Terminen festgehalten werden können. Die App wird nicht pauschal eingesetzt und ersetzt keine therapeutische Einschätzung. Gemeinsam klären wir, ob und in welcher Form die Nutzung zu Ihrem Kind, der aktuellen Situation und den Therapiezielen passt.
Der konkrete Ablauf
Die Nutzung bleibt überschaubar und wird individuell an den Behandlungsverlauf angepasst. Es geht nicht darum, möglichst viele Daten zu sammeln, sondern die richtigen Beobachtungen festzuhalten.
Wir legen fest, welche Frage durch die App unterstützt werden soll – etwa Stimmung, Schlaf, Stress oder Konzentration.
Gemeinsam wird entschieden, welche Check-ins sinnvoll sind und wie häufig dokumentiert werden soll.
Kurze Einträge halten Stimmung, Ereignisse, körperliche Signale und hilfreiche Reaktionen fest.
Ausgewählte Trends oder Berichte werden gemeinsam im Kontext konkreter Situationen betrachtet.
Aus den Beobachtungen entstehen Hypothesen, Wochenziele und passende Übungen.
Die Nutzung wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf verändert, reduziert oder pausiert.
In der Therapiesitzung
Daten erhalten ihren therapeutischen Wert erst durch das gemeinsame Einordnen. Deshalb betrachten wir Zahlen und Trends immer im Kontext der persönlichen Lebenssituation.
Zeigt sich eine wiederkehrende Verbindung, prüfen wir gemeinsam, welche weiteren Faktoren eine Rolle spielen.
Nach belastenden Situationen kann dokumentiert werden, welche Übung genutzt wurde und ob sie geholfen hat.
Funktionen mit therapeutischem Nutzen
Stimmung, Schlaf, Stress, Energie, Symptome und individuelle Faktoren kurz dokumentieren.
Entwicklungen über mehrere Tage oder Wochen betrachten und mögliche Zusammenhänge besprechen.
Atemübungen, Grounding, PMR, Body Scan, Tapping und weitere Übungen im Alltag erproben.
Ausgewählte Zeiträume als strukturierte Übersicht für den gemeinsamen Termin vorbereiten.
Therapeutische Einordnung
Dypa bereichert die therapeutische Arbeit: Patient:innen können strukturiert dokumentieren, was uns eine verlässliche Grundlage für die Stunden gibt – und zugleich wertvolle Einblicke in die Zeit zwischen den Terminen ermöglicht.
Dr. rer. medic. Lisa Bernsmann M.Sc.
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Privatpraxis
Individuelle Entscheidung
Dypa kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn wiederkehrende Veränderungen im Alltag schwer greifbar sind oder zwischen den Terminen konkrete Beobachtungs- und Übungsaufgaben vereinbart wurden.
Um konkrete Alltagssituationen, Schwankungen und Belastungsfaktoren geordnet zu erfassen.
Um vereinbarte Übungen anzuwenden und relevante Situationen für den nächsten Termin festzuhalten.
Um persönliche Frühwarnzeichen, Schutzfaktoren und hilfreiche Routinen weiter im Blick zu behalten.
Häufige Fragen
Nein. Die App ist ein freiwilliges ergänzendes Werkzeug. Eine Behandlung oder Terminvergabe ist nicht an die Nutzung gebunden.
Nein. Sie entscheiden selbst, ob Sie ausgewählte Ansichten oder einen Bericht im Termin zeigen möchten.
Nein. Die App kann Beobachtungen strukturieren, ersetzt aber keine psychotherapeutische oder ärztliche Diagnostik.
Das hängt von der Fragestellung ab. Häufig reicht ein kurzer Check-in pro Tag oder nur in relevanten Situationen.
Je nach Alter und Behandlungsziel kann eine gemeinsame oder elternbasierte Dokumentation sinnvoll sein.
Dypa kann die Zeit bis zu einem Termin sinnvoll strukturieren, garantiert aber keinen Therapieplatz.
Persönlich und digital verbunden
Im Erstgespräch klären wir zunächst Ihr Anliegen. Erst danach entscheiden wir gemeinsam, ob die App den diagnostischen oder therapeutischen Prozess sinnvoll unterstützen kann.
Dypa ist ein begleitendes digitales Werkzeug und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose, Behandlung oder Krisenversorgung. In akuten Krisen wenden Sie sich bitte an den Rettungsdienst unter 112 oder an eine geeignete Krisenhilfe.