Angst bei Kindern und Jugendlichen
Ängste verstehen. Sicherheit gewinnen. Neue Wege entwickeln.

Angst bei Kindern und Jugendlichen

Ängste gehören zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen dazu. Wenn sie jedoch sehr stark werden, lange anhalten oder den Alltag zunehmend bestimmen, kann eine Angststörung dahinterstehen.

In der Psychotherapie schauen wir gemeinsam darauf, wodurch die Ängste entstehen, was sie aufrechterhält und wie Schritt für Schritt wieder mehr Sicherheit entstehen kann.

Psychotherapeutisches Gespräch mit einem Jugendlichen in der Praxis Dr. Lisa Bernsmann in Witten
Individuelle Begleitung Ängste altersgerecht verstehen und einordnen
Verhaltenstherapie Wissenschaftlich fundierte Behandlung
Schritt für Schritt Sicherheit aufbauen und Vermeidung reduzieren
Praxis in Witten Persönlich, vertraulich und wertschätzend
Ängste erkennen

Wie zeigt sich eine Angststörung bei Kindern und Jugendlichen?

Angst kann sich durch Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhalten bemerkbar machen. Häufig versuchen Betroffene, Situationen zu vermeiden, die Angst auslösen könnten.

starke Sorgen oder häufiges Grübeln
Vermeidung bestimmter Situationen oder Orte
häufiges Rückversichern bei Eltern oder Bezugspersonen
Bauchschmerzen, Übelkeit oder Kopfschmerzen
Herzklopfen, Zittern oder starkes Schwitzen
Schlafprobleme oder Angst vor dem Einschlafen
Schwierigkeiten, allein zu bleiben oder sich zu trennen
starke Angst vor Bewertung oder Ablehnung
zunehmende Schwierigkeiten in Schule oder Freizeit
Panikgefühle oder plötzlich starke Angst

Einzelne Ängste bedeuten nicht automatisch, dass eine Angststörung vorliegt. Entscheidend ist insbesondere, wie stark die Angst ist, wie lange sie besteht und wie sehr sie den Alltag einschränkt.

Unterschiedliche Formen

Welche Ängste können bei Kindern und Jugendlichen auftreten?

Angststörungen können ganz unterschiedliche Auslöser und Erscheinungsformen haben.

Trennungsangst

Starke Sorge, dass Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen etwas passieren könnte oder eine Trennung nicht auszuhalten ist.

Soziale Angst

Große Angst davor, negativ bewertet, ausgelacht oder abgelehnt zu werden – beispielsweise in der Schule oder in Gruppen.

Generalisierte Angst

Anhaltende und schwer kontrollierbare Sorgen über viele unterschiedliche Lebensbereiche.

Spezifische Phobien

Ausgeprägte Angst vor bestimmten Situationen oder Dingen, zum Beispiel Tieren, Spritzen, Höhe oder engen Räumen.

Panik und körperliche Angst

Plötzlich auftretende starke Angst mit körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Atemnot, Schwindel oder Zittern.

Prüfungsangst

Starke Angst vor Klassenarbeiten, Prüfungen oder Leistungssituationen kann Schule und Lernen erheblich belasten.

Mehr zu Prüfungsangst →
Einordnung

Wann ist Angst noch normal – und wann wird sie zum Problem?

Angst ist zunächst eine wichtige Schutzreaktion. Sie hilft, Gefahren wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren.

Auch entwicklungsbedingte Ängste sind bei Kindern und Jugendlichen häufig normal. Problematisch kann Angst werden, wenn sie sehr stark ist, nicht mehr zur tatsächlichen Situation passt oder wichtige Lebensbereiche zunehmend einschränkt.

Eine psychotherapeutische Diagnostik hilft dabei, die Beschwerden einzuordnen und gemeinsam zu klären, welche Unterstützung sinnvoll ist.

Kind als Symbolbild für Angst, Unsicherheit und Überforderung
Behandlung

Wie kann Verhaltenstherapie bei Ängsten helfen?

In der Verhaltenstherapie wird gemeinsam untersucht, welche Gedanken, körperlichen Reaktionen und Verhaltensweisen mit der Angst zusammenhängen und wodurch sie möglicherweise aufrechterhalten wird.

Angst verstehen

Lernen, wie Angst entsteht und warum sie sich manchmal selbst verstärkt.

Körperreaktionen einordnen

Körperliche Angstsymptome besser verstehen und mit ihnen umgehen lernen.

Gedanken überprüfen

Ängstliche Erwartungen erkennen und realistischere Bewertungen entwickeln.

Vermeidung reduzieren

Schrittweise wieder Situationen bewältigen, die zuvor aus Angst vermieden wurden.

Sicherheit entwickeln

Eigene Fähigkeiten und hilfreiche Bewältigungsstrategien aufbauen.

Fortschritte festigen

Neue Erfahrungen in den Alltag übertragen und langfristig stabilisieren.

Wie läuft die Therapie ab?

Schritt für Schritt zu mehr Sicherheit

Zu Beginn werden die Ängste und ihre Auswirkungen auf den Alltag sorgfältig betrachtet. Anschließend entwickeln wir gemeinsam passende Therapieziele und konkrete nächste Schritte.

1

Erstgespräch

Wir klären aktuelle Belastungen und offene Fragen.

2

Diagnostik

Ängste, Auslöser und mögliche Belastungsfaktoren werden eingeordnet.

3

Ziele

Gemeinsam werden konkrete und realistische Therapieziele entwickelt.

4

Therapie

Neue Strategien werden erarbeitet und schrittweise im Alltag ausprobiert.

5

Stabilisierung

Erfolge werden gefestigt und neue Erfahrungen in den Alltag übertragen.

Eltern & Bezugspersonen

Wie können Eltern unterstützen?

Eltern möchten ihrem Kind verständlicherweise Sicherheit geben. Bei Ängsten kann jedoch manchmal unbeabsichtigt ein Kreislauf entstehen, in dem Vermeidung oder häufiges Rückversichern die Angst langfristig verstärkt.

In Elterngesprächen kann gemeinsam überlegt werden, wie Unterstützung aussehen kann, ohne die Angst zusätzlich aufrechtzuerhalten.

Eltern können beispielsweise lernen:

  • Ängste ernst zu nehmen, ohne sie zu verstärken
  • Mut und selbstständige Bewältigung zu fördern
  • Vermeidungsverhalten schrittweise zu reduzieren
  • Fortschritte wahrzunehmen und positiv zu unterstützen
Professionelle Unterstützung

Wann sollte bei Ängsten Hilfe gesucht werden?

Eine fachliche Einschätzung kann sinnvoll sein, wenn Ängste über einen längeren Zeitraum bestehen, zunehmend stärker werden oder wichtige Bereiche des Alltags beeinträchtigen.

Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Schule, Freundschaften, Freizeitaktivitäten oder das Familienleben deutlich durch die Angst eingeschränkt werden.

Besonders wichtig: Wenn ein Kind oder Jugendlicher zunehmend Situationen vermeidet, nicht mehr zur Schule gehen möchte oder sich stark aus dem sozialen Leben zurückzieht, kann eine frühzeitige fachliche Einschätzung sinnvoll sein.
Kosten & Abrechnung

Wer übernimmt die Kosten?

Die Praxis Dr. Lisa Bernsmann ist eine Privatpraxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Witten.

Die Möglichkeiten der Kostenübernahme unterscheiden sich je nach Versicherung und Tarif.

Gut zu wissen

Vor Beginn einer Behandlung kann es sinnvoll sein, die Erstattungsmöglichkeiten direkt mit der privaten Krankenversicherung oder Beihilfestelle zu klären.

Häufige Fragen

FAQ zu Angst bei Kindern und Jugendlichen

Wann ist Angst bei Kindern nicht mehr normal?

Ängste gehören grundsätzlich zur Entwicklung. Eine fachliche Einschätzung kann sinnvoll sein, wenn Ängste sehr stark sind, über längere Zeit bestehen oder Schule, Familie, Freundschaften und Freizeit deutlich beeinträchtigen.

Wie erkenne ich eine Angststörung bei meinem Kind?

Mögliche Hinweise sind starke Sorgen, häufiges Vermeiden, körperliche Beschwerden, ausgeprägtes Rückversichern, Schlafprobleme oder Schwierigkeiten in Schule und sozialen Situationen. Einzelne Symptome bedeuten jedoch nicht automatisch, dass eine Angststörung vorliegt.

Welche Angststörungen gibt es bei Jugendlichen?

Zu den möglichen Formen gehören unter anderem soziale Ängste, generalisierte Ängste, spezifische Phobien, Panikstörungen sowie starke Ängste in Leistungs- und Prüfungssituationen.

Wie wird eine Angststörung diagnostiziert?

Die diagnostische Einschätzung basiert insbesondere auf ausführlichen Gesprächen und kann durch standardisierte Fragebögen und weitere diagnostische Verfahren ergänzt werden. Dabei werden auch andere mögliche Ursachen der Beschwerden berücksichtigt.

Wie hilft Verhaltenstherapie bei Angst?

Verhaltenstherapie kann dabei helfen, Angst besser zu verstehen, belastende Gedanken zu überprüfen, Vermeidungsverhalten zu reduzieren und schrittweise neue, korrigierende Erfahrungen zu machen.

Werden Eltern in die Therapie einbezogen?

Bei Kindern und Jugendlichen können Eltern oder andere Bezugspersonen in die Behandlung einbezogen werden. Umfang und Gestaltung richten sich nach Alter, individueller Situation und Therapiezielen.

Können Angst und Depression gemeinsam auftreten?

Ja. Ängstliche und depressive Beschwerden können gleichzeitig auftreten. Deshalb ist eine sorgfältige diagnostische Einschätzung wichtig, um die Beschwerden und ihre Zusammenhänge angemessen zu verstehen.

Unverbindlicher Erstkontakt

Sie möchten Unterstützung bei Ängsten anfragen?

Schreiben Sie kurz, wie alt die betroffene Person ist, welche Ängste oder Belastungen aktuell bestehen und ob bereits eine Diagnostik oder Behandlung stattgefunden hat.

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